Gottes Existenz, Teil 2: Das Argument vom Plan oder Design (Teleologisches Argument)
Warum wir diesen Text schreiben
Die Frage nach der Existenz Gottes können wir nicht als eine rein theoretisch-philosophische Frage abtun. Es geht auch um den Sinn unserer Existenz. Warum ist eher etwas als nichts? Woher kommen die Ordnung und die Harmonie im Universum? Was ist das Ziel von allem?
In dieser Serie von Artikeln haben wir verschiedene Gedanken gesammelt, die helfen sollen, eine klare Antwort auf die Grundfrage des Menschen zu finden: Existiert Gott? Statt des ausführlichen Textes in den Teilartikeln kann man auch alle Ausführungen zu dieser Frage in verkürzter Weise in einem zusammenhängenden Text lesen – „Zusammenfassung aller Gedanken“.

Im Laufe von Jahrhunderten haben sich viele Philosophen und Theologen mit der Frage der Existenz Gottes beschäftigt. Verschiedenste Arten von Argumenten für und wider wurden gesammelt. Wir bringen hier keine Auflistung und Beurteilung all dieser Argumente oder endgültige Beweise für das Dasein Gottes. Aber wir hoffen, mit diesem Text eine Hilfestellung zur Beurteilung der Gründe, die für den Glauben an Gott, oder gegen diesen sprechen, zu geben.
Viele Menschen würden gerne den Sinn des Lebens, die Wahrheit und das wunderbare Geheimnis des Menschen oder die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeit tief verstehen, doch sie kommen nicht weiter, weil für sie der Glaube an Gott mit vernunftgemäßem Denken unvereinbar ist.
Wir würden gerne helfen, diese Spannung zu beseitigen, und damit aufzeigen, dass in Wirklichkeit der Glaube an Gott nicht ein Zeichen mangelnden Denkens ist, sondern, dass im Gegenteil jemand, der tief nachdenkt, erkennen kann und wird, dass das Leben mehr als diese vergängliche materielle Welt und die Wahrheit nicht nur eine abstrakte Idee ist.
Thomas von Aquin formulierte die folgenden fünf Argumente, die in ausführlicher Form in seinen Schriften zu finden sind (Summa Theologica I:2:3; Cont. Gent., I, xiii):
All diese und noch andere Sätze sind eigentlich nicht unterschiedliche und unabhängige Argumente, sondern nur verschiedene Formulierungen desselben grundsätzlichen Gedankens – der Kausalität. Der Beweis wird stets aufgrund der Tatsache geführt, dass die erwähnten Erscheinungen ohne die Annahme einer sich selbst genügenden und sich selbst erklärenden Ursache (oder Grundes oder Wesens oder Aktivität), auf die letztlich alles bezogen ist, nicht ausreichend erklärt werden können.