Smartphones und Internet

... aus christlicher Sicht

Warum wir diesen Text schreiben

Noch nie in der Geschichte war der technische Fortschritt so schnell wie heute. Er soll unser Leben erleichtern und stellt uns bisher unbekannte Produkte zur Verfügung. Einerseits erweisen sich viele Dinge als sehr nützlich, andererseits sind auch zahlreiche negative Auswirkungen auf den körperlichen und geistlichen Zustand der Menschen und der Gesellschaft zu beklagen. Was denken Christen dazu? Was sagt uns die Bibel über den Gebrauch der Technologie in unserer Zeit, ein Buch das vor etwa zwei- bis dreitausend Jahren geschrieben wurde? Welche geistlichen Gefahren gibt es? Wir möchten versuchen, diese Fragen zu beantworten.

1 Unsere heutige Situation

1.1 Digitale Sucht (Smartphone- und Computerspielabhängigkeit)

Wir leben im Zeitalter von Fernsehen, PCs, Internet, Smartphones und Tablets. Es gibt Menschen, die täglich Stunden an diesen Geräten verbringen, um sich zu unterhalten. Viele Fernsehprogramme und Videos befriedigen die Gier der Menschen nach Spannung und Sinnlichem und füllen ihr Denken mit Gewalt, sexuellen Sünden, Unmoral, Eitelkeit und Bosheit – um nur einige der Merkmale zu nennen, mit denen sie ihre Konsumenten locken wollen. Computerspiele versetzen die Menschen in eine Fantasiewelt und machen sie zugleich durch Belohnung mit virtuellem Erfolg und Besitz abhängig. Die Unmengen an im Internet zur Verfügung stehender Information nimmt die User in Beschlag. Sie finden Freude daran, immer mehr zu wissen und sind stolz darauf. Die jüngere Generation hat immer weniger Achtung vor der Autorität ihrer Lehrer und Eltern, weil sie vieles, was sie lernen sollen mit Suchmaschinen erfahren können. Sie können Langeweile leicht überwinden und ihre Zeit mit den neuesten Videos, Spielen, Nachrichten oder Apps totschlagen. Es gibt mehr als genug davon im Internet.

Es ist auch weitverbreitet, diesen raschen und bequemen Zugang zur Information für Pornographie zu missbrauchen. Dadurch wird die Gedankenwelt der Menschen mit Schmutz gefüllt und erweckt eine nicht zu sättigende Lust nach mehr. Mit einem Smartphone ist all das mit einer kleinen Bewegung mit dem Finger immer und überall verfügbar. Die Verwendung dieser Geräte für sinnlose und sündhafte Dinge hat ein derartiges Ausmaß angenommen, dass man, wenn die Menschen auf sie verzichten würden, mindestens einige Kraftwerke abschalten könnte, die man sonst zur Produktion der Energie benötigt, die für den Betrieb dieser Apparate und für die Datenübertragung verwendet wird.

Je mehr man in die Beschäftigung mit diesen Geräten hineingezogen wird, umso vielfältiger sind die Folgen. Wenn man mit ihnen nicht richtig umgeht, machen sie einen abhängig. Das führt dazu, seine Aufgaben und Beziehungen im wirklichen Leben zu vernachlässigen. Man wird immer mehr unfähig, mit der Wirklichkeit umzugehen und flüchtet lieber in die eigene Welt, in der man sich sicherer fühlt. Fachleute sehen das als eine neues Problem unserer Gesellschaft, neben Alkohol und Tabak, ein Problem, das eine professionelle Therapie braucht. Während man sich der Unterhaltung aussetzt werden die Herzen und die Gedankenwelt von dem geprägt, was man am Bildschirm erlebt. Man wird innerlich verwahrlost und gefühllos, offen für schlechte Gedanken, unfähig zur Liebe, da man auf seine eigene Begierden fixiert ist.1

1.2 Sind Internetfreundschaften nicht hilfreich?

Manchmal sagen Menschen, sie hätten durch das Internet mehr Freunde gewonnen, da man schneller, besser und leichter kommunizieren könne. Räumliche Entfernung kann durch E‑Mails, Chat oder Video-Anrufe leicht überwunden werden. Durch soziale Netzwerke wie Facebook ist der neue Freund nur einen Mausklick weit entfernt.

Durch das Internet kann man tatsächlich neue Menschen kennenlernen. Richtig verwendet kann es nützlich sein. Es können Beziehungen gepflegt werden auch mit denen, die wir wegen räumlicher Entfernungen nicht einfach persönlich treffen können. Aber wer an tiefen Beziehungen interessiert ist, weiß, dass das nur eine temporäre und keinesfalls ideale Alternative ist, wie schon Johannes, der Jünger Jesu, in einem seiner Briefe schreibt:

Obwohl ich euch vieles zu schreiben habe, wollte ich es nicht mit Papier und Tinte tun, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich mit euch zu reden, damit unsere Freude vollkommen sei. (2. Johannes 12)

Wenn Freundschaften durch soziale Netzwerke entstehen, geht es oft nicht darum, füreinander da zu sein und das Beste des anderen zu suchen, sondern um Spaß, Unterhaltung und Zeitvertreib. So bleiben diese Beziehungen oberflächlich. Da man nicht so leicht prüfen kann, wer sich hinter einem bestimmten Nutzernamen verbirgt, kann man auch vorgeben, jemand anderer zu sein und sich in einer Weise präsentieren, wo man für andere attraktiver und begehrenswerter scheint, um mehr Freunde zu gewinnen. Viele mögen es, eine spezielle Rolle für ein anonymes Publikum zu spielen, die sie im realen Leben nie haben könnten. Andere leiden darunter, wenn sie von „ihren Freunden“ virtuell ein buntes, interessantes, erfolgreiches Leben gezeigt bekommen, sie aber ihr eigenes Leben als grau und trist und sich selbst als Versager empfinden. Das kann zu Neid und Aggressionen, Zurückgezogenheit, bis hin zu Süchten und Depressionen führen.
Auch das Cyber-Mobbing ist besonders unter Kindern und Jugendlichen auf Schulhöfen, in Klassenzimmern etc. zu einem Problem geworden. Mit unangenehmen Bildern, Videoaufzeichnungen und bösen Sprüchen können die Betroffenen virtuell und real an den sozialen Rand gedrängt und in eine Identitätskrise geführt werden.
Die sozialen Netzwerke bieten viel Raum für leeres oder verantwortungsloses Reden. Unter solchen Voraussetzungen ist es schwer, wirkliches Vertrauen aufzubauen. Und trotzdem kann einen diese digitale Welt so vereinnahmen, dass es schwer wird, sich auf anderes zu konzentrieren, während man am Smartphone oder Computer auf die nächste Nachricht wartet.

Mit technischen Geräten mag man auf digitaler Ebene Distanzen überwinden. Andererseits führt es leicht dazu, dass die Distanz zu den Menschen in der unmittelbaren Umgebung größer wird, weil man mehr Zeit an den Geräten verbringt als mit den Menschen selbst. Die Illusion, viele gute Freunde am anderen Ende der Leitung zu haben, die man oft persönlich noch nie getroffen hat, ist keine Lösung für Einsamkeit. Um echte, persönliche Beziehungen zu bauen, muss man Zeit für den anderen investieren.

Tiefes Vertrauen ist das Kennzeichen einer guten Beziehung. Grundlage für Vertrauen ist Ehrlichkeit und Offenheit, um am Leben voneinander wirklich Anteil nehmen zu können, weil wir Masken ablegen und zeigen, wer wir wirklich sind. In guten Beziehungen werden wir uns mit all unseren Schwachheiten und unserem Versagen gegenseitig annehmen und tragen. Wir werden füreinander da sein, das Beste des anderen suchen und gemeinsam den Weg des Lebens gehen bis zu unserem ewigen Ziel – Gott, der Liebe ist, von dem wir geliebt sind und von dem wir lernen, was Liebe heißt2. Gott selbst bietet uns Menschen eine solche Beziehung an und lehrt uns, untereinander auch solche Beziehungen zu bauen.

2 Die Tatsache der Vereinnahmung

Wie viel Zeit und Eifer wir für Dinge investieren, richtet sich weitgehend nach unseren Werten. In einer Welt, in der Gott keine Rolle spielt, verbinden sich die Dinge, die Menschen für wertvoll halten, oft mit Sinneslust, selbstsüchtiger Begierde und Stolz. In der Bibel werden wir davor gewarnt, uns von dem, was in der Welt zählt, verleiten zu lassen, denn das führt zur Zerstörung der Seele.

Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. (1. Johannesbrief 2,15–17)

Die Werte eines Menschen, der Gott nicht kennt, werden oft bestimmt von dem, was andere denken. Sie ändern sich je nach dem aktuellen Trend. So lebt man immer unter dem Druck, sich den Normen anderer anpassen zu müssen, um ihre Anerkennung zu gewinnen. Man fürchtet, dass andere einen nicht mehr gut finden, wenn man nicht mit den neuesten Modeerscheinungen mithält. Man will einander übertreffen, will der Erste sein, das Beste zu haben und das Neueste zu wissen. Stolz, Neid und Verachtung machen sich im Leben breit und zerstören den Frieden im Herzen und das Wohlwollen gegenüber anderen.

Aber unser Wert hängt weder davon ab, was andere über uns denken, noch davon, was wir haben oder wie wir aussehen. Wir sind wertvoll, weil unser Schöpfer uns gemacht hat und uns mit vollkommener Liebe liebt. Er gibt uns unsere Würde und will uns helfen, in dieser flüchtigen Welt festen Grund unter den Füßen zu haben. Jesus hat gesagt:

Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. (Matthäus 7,24–25)

Wir werden leicht zu den weltlichen Werten hingezogen, wenn wir die wirkliche Erfüllung unseres Lebens nicht finden. Nur in Gott kann der Mensch bleibende Erfüllung, Frieden und Sicherheit finden – so hat Gott uns Menschen geschaffen. Wer Gott zurückweist und von ihm getrennt ist, bleibt allein und sucht nach Ersatzerfüllung. Das haben die Menschen die ganze Menschheitsgeschichte hindurch gemacht. In allen möglichen Dingen sucht man nach Befriedigung, angefangen mit maßlosem Arbeiten, Essen, Alkoholkonsum, über Unterhaltung, sexuelle Ausschweifung, Drogen, Geld, Besitz … Man denkt sich immer wieder neue Dinge aus und findet doch nicht zum Frieden. Hier ist es ganz wichtig, einmal innezuhalten und sich bewusst zu machen, was da falsch läuft, sich Zeit zu nehmen, eine wirkliche Lösung zu suchen, anstatt sich in Ablenkung zu flüchten.

Oberflächliche Freude und schnell zu habender Nervenkitzel sind nur eine momentane Befriedigung der inneren Unruhe und Sehnsucht des Menschen. Bald danach kommt die quälende Leere wieder zurück – das ist das Wesen der Sünde. Wenn der Mensch ohne Gott lebt, muss er sich an anderen Dingen festhalten, die das Leben irgendwie wertvoll erscheinen lassen, die aber – wenn man ehrlich hinschaut – keinen bleibenden Wert haben.

Lassen wir uns die Freiheit nicht nehmen, “Nein” zu sagen zu dieser weltlichen Gesinnung. Diese Dinge zerstören nicht nur das Gute im Herzen und Denken, sie führen auch zur ewigen Trennung von unserem Schöpfer. Er ruft uns auf, unsere Herzen, unser Denken und unser Leben zu verändern, und will uns alle Hilfe dazu geben:

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben … (Titus 2,11–12)

3 Bist du auch betroffen?

Hat der falsche Umgang mit den Medien und der Technik auch dein Leben schon so beeinflusst, wie in diesem Text beschrieben? Dann lass dich nicht länger von diesem momentanen Kitzel vereinnahmen und versklaven! Denn in Wirklichkeit wirst du deiner Freiheit und Würde beraubt und übrig bleibt nur Leere.

Mach dich auf die Suche nach dem, was unvergänglich ist! Melde deine virtuelle Identität ruhig einmal ab, schalte deine elektronischen Geräte aus, nimm die Kopfhörer aus den Ohren und entdecke die Wirklichkeit um dich herum! Die Flucht aus der Wirklichkeit in die virtuelle Welt löst weder die Leere noch die Probleme in deinem Leben. Eine Lösung wird es nur geben, wenn du dich mit der Wirklichkeit konfrontierst (auch wenn es manchmal schmerzhaft ist) und Verantwortung übernimmst für dein Leben und das anderer Menschen. Versteck deine wahre Identität nicht hinter virtuellen Foren! Such nach wirklichen Beziehungen und aufrichtiger Liebe, vor allem mit DEM, der die Quelle der Wirklichkeit ist und weiß, was das Beste für uns ist.

4 Sind Christen gegen Technologie?

Für manche ist das Christentum etwas Altmodisches und sie denken daher, dass Christen den technischen Fortschritt ablehnen. Wir möchten diese irrige Annahme durch einen Blick auf die Geschichte korrigieren.

Unter Technologie verstehen viele Menschen in erster Linie moderne Erfindungen wie Computer oder Raumschiffe. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass solche Errungenschaften nicht möglich gewesen wären ohne die vorbereitenden Schritte, die in der Vergangenheit geleistet wurden, die zu ihrer Zeit in einem weiteren Sinn moderne Technologie waren. Auch Christen haben für den Dienst im Reich Gottes Technologie verwendet. Im Neuen Testament sehen wir, dass der Apostel Paulus und seine Mitarbeiter mit Schiffen gereist sind – damals die schnellste Möglichkeit zu reisen -, um Menschen in verschiedenen Teilen des Römischen Reiches das Evangelium zu bringen. Als die Worte Jesu und der Apostel niedergeschrieben wurden, wurden sie auf Papyrus und Pergament kopiert, später auch auf Papier. In den letzten Jahrhunderten war es durch den Buchdruck möglich, die Bibel kostengünstiger zu vervielfältigen. Dadurch wurde es für viele einfache Menschen leichter und leistbarer, eine Bibel zu haben. So wurde die Verbreitung des Evangeliums gefördert.

Wir sehen also, dass die Technologie auch für Christen viel Nutzen gebracht hat. Christen haben nicht gezögert, sie für das richtige Ziel einzusetzen. Als Christen lehnen wir die Technologie nicht ab, sehen aber, dass es nötig ist, ihren Gebrauch – vor allem aus einem geistlichen Blickwinkel – sorgfältig zu überlegen. Um das besser zu verstehen, wollen wir zuerst schauen, was die Bibel über Gottes Plan für die Menschheit sagt. Wir lesen dazu im ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis, den biblischen Bericht über den Ursprung der Welt und des Menschen.

5 Der ursprüngliche Plan Gottes

Gott hat alles gut gemacht und hat den Menschen dazu bestimmt, über seine Schöpfung zu herrschen, sie zu bebauen und für sie nach Gottes Plan Sorge zu tragen.

Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen! Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bildet auf der ganzen Erde, und alle Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren der Erde, allen Vögeln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, das Lebensatem in sich hat, gebe ich alles grüne Gewächs zur Nahrung. Und so geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag. (Gesesis 1,28–31)

Gott, der HERR, nahm den Menschen und gab ihm seinen Wohnsitz im Garten von Eden damit er ihn bearbeite und hüte. (Genesis 2,15)

Gott hat seine Liebe zum Menschen dadurch gezeigt, dass er ihm die Verantwortung für alles, was er erhalten hat übertragen hat. Der Mensch soll die Schöpfung nutzen – aber er soll das nicht für seine selbstsüchtigen Ziele, sondern zum Nutzen der ganzen Menschheit tun. Dazu hat Gott dem Menschen mit den entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet: der Mensch ist fähig, zu organisieren, zu regeln, zu verstehen, zu beurteilen, etwas zu erneuern und zu verbessern. Der Mensch sollte das aber nicht unabhängig von Gott tun, sondern in Zusammenarbeit mit seinem Schöpfer. Die richtige Antwort des Menschen auf Gottes Liebe ist, dass er treu die Dinge, die Gott gefallen und ihn ehren, tut, dass er beständig das Gute tut und Respekt vor Seiner Schöpfung hat. Es ist ein Teil von Gottes Plan, dass der Mensch seine Kreativität für gute Ziele nutzt.

Durch die Sünde befindet sich der Mensch jedoch in einem gefallenen Zustand. In diesem Zustand gibt er Gott nicht mehr den Platz, der ihm zusteht. Egoistische und böse Ziele, die es früher in Gottes Schöpfung nicht gab, wurden ein Teil dieser Welt. Die Menschen handeln lieber eigensüchtig als den Willen des gerechten Gottes zu suchen. Das heißt nicht, dass der Mensch unfähig geworden ist, etwas Gutes zu tun. Er ist immer noch frei, sich nach seinem Gewissen für das Tun des Guten zu entscheiden, sogar in einer von Gottlosigkeit geprägten Welt.

Deswegen ist die Beurteilung, ob eine Erfindung gut oder schlecht ist, manchmal eine komplexe Sache. Es ist nicht immer so leicht, die Trennlinie zu sehen, wenn wir nur die Erfindung selbst sehen. Nehmen wir zum Beispiel ein Messer: Man kann es für einen guten Zweck wie die Zubereitung einer Mahlzeit für die Hungrigen verwenden. Aber mit einem hasserfüllten Herz kann jemand das Messer auch verwenden, um jemanden zu verletzen. Wir sehen, dass die Absichten und die Gesinnung eines Menschen eine große Rolle spielen. Genau darüber spricht auch die Bibel. Das ist es, was wirklich zählt, was von zeitloser Bedeutung ist.

Wenn wir unser Leben ganz Gott anvertrauen und unterordnen, hilft er uns, Gutes von Bösem zu unterscheiden und zu wissen, wann und wie wir die Dinge, die die Welt anbietet, für das wahre Lebensziel nutzen sollen. Er zeigt uns die wirklichen, ewigen Werte, an denen wir uns festhalten können und die uns helfen, den Versuchungen und all dem Bösen in dieser Welt Widerstand zu leisten. Wenn wir auf ihn hören, befreit er uns von der Versklavung und dem Gruppendruck, wo es immer um selbstsüchtige Ziele geht. Er will uns auch unsere Schuld vergeben, wenn wir sie mit ehrlicher Reue zu ihm bringen. Gott kann in unserem Leben das schaffen, was die Technik nicht schafft: Er reinigt unsere Herzen und schenkt uns ein neues Leben, das von Liebe und Frieden und ehrlichen, tiefen, verbindlichen Beziehungen geformt und erfüllt ist. Es sind dann nicht mehr die vergänglichen Dinge, die unsere Gedanken ausfüllen.

… Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt! (1. Thessalonicherbrief 5,21–22)

6 Was sonst noch geschieht …

In diesem Text ging es hauptsächlich um Medien-Technik. Es gibt sicher auch viele andere Dinge, die der Mensch erfunden hat und die sehr schlechte Auswirkungen auf die Menschheit haben. Die Zerstörung von Umwelt, Gesundheit und Menschenrechten sind auch wichtige Punkte, die allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen würden.

Ein paar wenige Gedanken wollen wir dennoch hier noch anfügen: Es gibt Gehirnforscher wie Manfred Spitzer3 und Adam Gazzaley4, die zu dem Schluss gekommen sind, dass die moderne Technik Lernprozesse bei Kindern und jungen Erwachsenen hindert. Durch das mit modernen Medien oft verbundene Multitasking werden die Menschen nicht mehr zu tiefgründigem und konzentriertem Nachdenken herausfordert und sind in der Gefahr, es zu verlernen. Die junge Generation achtet auch immer weniger die Autorität ihrer Eltern und Lehrer, wenn sie meinen, durch Suchmaschinen-Wissen klüger als jene zu sein.

Was die Menschenrechte betrifft, sollen wir nicht vergessen, dass unsere günstig erworbenen elektronischen Geräte oft von Menschen unter schlechten bis unmenschlichen Arbeitsbedingungen produziert werden. Die Geldgier der Hersteller tötet jeden Skrupel in ihnen, arme Menschen in Entwicklungsländern auszubeuten. Diese armen Menschen sind willig, sich den schlechten Arbeitsbedingungen, Druck und Demütigungen zu beugen, um ihr tägliches Brot zu verdienen.5

7 Unsere Erfahrungen

Wir sind dankbar, dass diejenigen unter uns, die in der Vergangenheit von modernen Medien und der heutigen Technik vereinnahmt und versklavt waren, den Ausweg in Jesus gefunden haben. Wir laden dich ein, uns zu kontaktieren und darüber zu sprechen, wie wir den Weg aus diesen Abhängigkeiten finden können. Wir möchten gern unsere Erfahrungen und Gedanken dazu teilen.

Jesus ruft uns auf:

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Matthäus 11,28–30)

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Fußnoten
  1. Mehr über den Wert der Reinheit findest du im Artikel “Der Wert der Reinheit”
  2. Mehr darüber in “Gott ist die Liebe”. 
  3. Ehrenstein, Claudia. „Finger weg vom Rechner, Surfen macht dumm” In: DIE WELT/Worldcrunch [online]. Veröffentlicht am 10.09.2012 [Zitiert 2019-02-15]. Quelle: https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article109116237/Finger-weg-vom-Rechner-Surfen-macht-dumm.html
  4. Gazzaley, Adam. How mobile tech can influence our brain. In: CNN Our mobile society [online]. Veröffentlicht am September 23, 2012; Updated 1720 GMT (0120 HKT) [Zitiert 2013-07-16]. Quelle: CNN: How mobile tech can influence our brain
  5. Belege dafür findet man z. B. in: China Labor Watch