Sollen Christen den Sabbat halten?

Warum wir diesen Text schreiben

„Muss man als Christ alle zehn Gebote halten?“ oder „Wie steht es um das vierte Gebot, den Sabbat?“ Solche Fragen werden von Menschen, die die Bibel lesen, besonders solchen, die von manchen religiösen Gruppierungen geprägt sind, gestellt. In der folgenden Abhandlung wollen wir kurz die Bedeutung des alttestamentlichen Gesetzes erklären und wie dieses im Neuen Testament erfüllt wurde. Daraus können wir auch sehen, welche Einstellung wir als Christen zum Sabbat haben sollen.

Wann und wem wurde der Sabbat gegeben?

In den Zehn Geboten heißt es:

Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt, damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. (Deuteronomium 5,12–15)

Das Sabbatgebot hatte vor allem zum Ziel, dass Gottes Volk (wenigstens1 diesen) einen Tag ganz Gott weihen sollte. Zusätzlich können wir aus dieser Stelle sehen, dass der Sabbat eine Erinnerung an den Auszug aus Ägypten war. Die Israeliten sollten ihren Sklaven einen Ruhetag gewähren und sich daran erinnern, dass auch sie Sklaven waren. Sie sollten sich daher ihren Sklaven gegenüber gerecht verhalten. Vergleiche dazu Exodus 23,12:

Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schöpfen.

Im Licht dieser Gedanken sollen wir auch die folgenden Verse betrachten:

Haltet nur ja meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der euch heiligt. Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muss getötet werden, ja, jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Völker ausgerottet werden. Sechs Tage soll man seine Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, ein Tag völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden. So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in all ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund. Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschöpft. (Exodus 31,13–17)

Hier wird klar ausgesagt, dass der Sabbat als Zeichen für den Bund zwischen Gott und dem Volk Israel gegeben wurde.

Und auf den Berg Sinai bist du herabgestiegen und hast vom Himmel her mit ihnen geredet. Und du hast ihnen klare Rechtsbestimmungen und zuverlässige Gesetze, gute Ordnungen und Gebote gegeben. Und deinen heiligen Sabbat hast du ihnen verkündet und hast ihnen Gebote und Ordnungen und ein Gesetz geboten durch deinen Knecht Mose. (Nehemia 9,13–14)

Aus dieser Stelle können wir sehen, dass der Sabbat nicht seit der Schöpfung bekannt war, sondern Gott hat ihn dem Volk Israel bekanntgemacht, als er ihnen das Gesetz gegeben hat. Auch aus den übrigen Büchern der Bibel kann man sehen, dass der Sabbat vor Mose nicht gehalten wurde.

Und ich führte sie aus dem Land Ägypten und brachte sie in die Wüste. Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und meine Rechtsbestimmungen ließ ich sie wissen, durch die der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, dass sie zum Bundeszeichen seien zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt. […] Und heiligt meine Sabbate, damit sie zum Bundeszeichen seien zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der HERR, euer Gott bin. (Ezechiel 20,10–12.20)

Hier heißt es zweimal klar, dass der Sabbat das Bundeszeichen zwischen Gott und seinem Volk ist, das er aus dem Land Ägypten geführt hatte.

Aus all diesen Stellen sehen wir, dass Gott den Sabbat dem Volk Israel gegeben hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, damit er ein Zeichen des mit ihnen geschlossenen Bundes sei. Das war ein Gesetz, das ausschließlich Israel gegeben wurde, als ein Zeichen, das es von allen anderen Völkern unterscheiden sollte und das auch bei keinem anderen Volk zu finden ist.

Wie sollen wir verstehen, dass Gott am Sabbat geruht hat?

Manche argumentieren mit Genesis 2,2–3, dass Gott das Sabbatgebot bereits bei der Schöpfung gegeben hat, und da Gott selbst geruht hat, müssen auch wir den Ruhetag einhalten, weil es sich hier um ein „Schöpfungsgesetz“ handle.

Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.

Wenn hier gesagt wird, dass Gott am siebten Tag ruhte, ihn segnete und heiligte, so zeigt diese Aussage, dass Ruhe und Frieden genauso zu Gottes Wesen gehören wie sein Wirken und seine Aktivität. Er hat den Menschen nach seinem Abbild geschaffen. So ist auch für den Menschen das Ziel des Lebens nicht rastlose Arbeit und Mühe, sondern die Beziehung zu seinem Schöpfer.

Die Stelle drückt auch aus, dass das Ziel der Schöpfung die Ruhe ist – die Gemeinschaft mit Gott (Heb 4:10–11).

Wenn wir Gottes Wesen verstehen wollen, müssen wir auch die Verse untersuchen, die klar darüber sprechen, dass Gott nie aufhört zu wirken.

Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird nicht zulassen, dass dein Fuß wanke. Dein Hüter schlummert nicht. Siehe, nicht schlummert und nicht schläft der Hüter Israels. (Psalm 121,2–4)
Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. (Johannes 5,17)
[…] bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. (Jakobus 1,17)

Gottes Wesen ist ewig und unveränderlich, sodass er „nicht ermüdet noch ermattet“ (Jesaja 40,28). Im Lichte dieser Aussagen ist das richtige Verständnis von Genesis 2,2–3 zu finden. Anstatt diese Verse wortwörtlich zu verstehen, ist es wichtig, dass wir sie in Übereinstimmung mit anderen Aussagen der Bibel sehen. Nicht Gott muss sich ausruhen, sondern der Mensch. Wenn die Bibel sagt, dass Gott „ruht“, identifiziert Gott sich selbst mit dem ermüdeten Sklaven, um das Erbarmen seines Herrn ihm gegenüber zu erwecken, der auch seinem Sklaven die Gelegenheit geben muss, Gott anzubeten.2

Viele Exegeten stimmen darin überein, dass zur Zeit der Niederschrift der Schöpfungsgeschichte von Genesis 2 die Israeliten schon lange den Sabbat gehalten haben. Sie haben sich ausgehend von ihrer Situation der Erklärung der Anfänge angenähert.3

Welche Einstellung hatten die ersten Christen zum Sabbat?

Da der Sabbat dem Volk Israel gegeben wurde, ist es natürlich, dass sowohl Jesus als auch die Apostel das Sabbatgebot gehalten haben, da sie ja Juden waren. Das ist eine einfache Feststellung der Tatsachen, wie wir sie sowohl den Evangelien als auch der Apostelgeschichte entnehmen können. Das zeigt aber noch nicht, dass auch wir heute den Sabbat halten müssen. Für uns ist eher die Situation der Christen relevant, die aus den (nichtjüdischen) Völkern stammten. Deshalb brauchen wir uns an die Gesetze der Juden nicht zu halten.

Es ist eine wichtige Frage, ob wir in der Bibel, insbesondere im Neuen Testament, auch nur einen einzigen Hinweis in die Richtung finden, dass auch die nicht aus dem Judentum kommenden Christen den Sabbat halten sollten. Als das sogenannte Apostelkonzil in Jerusalem bestimmte, welche Dinge die Christen, die sich aus dem Heidentum bekehrt hatten, einhalten sollten, wurden vier Punkte erwähnt, die für die Gemeinschaft mit den Judenchristen für notwendig erachtet wurden. Das Halten des Sabbats war nicht darunter. Von den Aposteln wagte keiner, den Christen das Joch des Gesetzes aufzuerlegen. Es wurde von ihnen nur erwartet, sich der Götzen, der Unzucht, dem Fleisch erstickter Tiere und vom Blutessen zu enthalten (Apostelgeschichte 15,10–20).

Paulus schrieb an die Römer:

Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt Gott Dank. (Römer 14,5–6)

Dass jemand „einen Tag vor dem anderen“ hält, ist ein klarer Hinweis auf den Sabbat. Es gab keinen anderen Tag, den einige „dem Herrn beachtet“ hätten. Paulus wollte nicht, dass alle den Sabbat und die Speisegesetze halten. Aus den späteren Versen sieht man sogar, dass er die, die das Gesetz hielten, für schwächer hielt. Die hingegen, die verstanden hatten, dass sie das Gesetz nicht mehr zu halten brauchen, ermunterte er, dass sie den anderen keinen Anstoß geben sollten.

Das Neue Testament enthält Briefe auch an Gemeinden, in denen manche Heidenchristen in Gefahr waren, sich dem Gesetz zuzuwenden. Paulus ermahnte sie sehr streng:

Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind;  jetzt aber habt ihr Gott erkannt – vielmehr seid ihr von Gott erkannt worden. Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe. (Galater 4,8–11)

Beachten wir die Argumentation von Paulus: Die Galater waren früher Heiden. Sie dienten Dingen, die Gott fremd waren. Jetzt kehren sie wieder dorthin zurück. Dass sie nun Tage und Monate beobachten (was sich auf den Sabbat und andere jüdischen Feste bezieht), betrachtet Paulus als ein Zurückwenden zu den schwachen und armseligen Elementen – auf derselben Ebene, wo sie als Heiden Sklaven waren.

Weiters schreibt er ihnen:

Ich wundere mich, dass ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium […] (Galater 1,6)

Und:

Unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde? Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens? Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden? So Großes habt ihr vergeblich erfahren? Wenn es wirklich vergeblich ist! Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, tut er es aus Gesetzeswerken oder aus der Kunde des Glaubens? (Galater 3,1–5)

All das sind sehr ernsthafte Ermahnungen für die Christen. Wenn sie einmal zum Glauben an Jesus gekommen sind, aber sich dann dem Gesetz zuwenden (was die Beobachtung von Tagen mit einschließt), werden sie nicht gerettet werden.

Auch in Kolossä gab es eine ähnliche Gefahr:

So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus. (Kolosser 2,16–17)

Die Christen dort waren ebenfalls in Gefahr, menschliche Lehren entgegen dem Evangelium anzunehmen und das Gesetz zu halten. Daraus folgt, dass die Heidenchristen weder das Gesetz noch den Sabbat hielten. Paulus ermahnte sie:

Dies sage ich aber, damit niemand euch verführe durch überredende Worte. (Kolosser 2,4)

Und:

Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß! (Kolosser 2,8)

Paulus sieht also die Überlieferung der Menschen ähnlich wie die Lehre der „Elemente der Welt“. Die in diesem Abschnitt zitierten Bibelstellen sind nur einige Beispiele, die man besser verstehen kann, wenn man jeweils den gesamten Zusammenhang liest.

Schlussfolgerung – nicht Sabbat, nicht Sonntag, sondern jeden Tag

Was die Zeit betrifft, die wir Gott widmen sollen, denken auch wir, dass das für unsere Beziehung zu ihm sehr wichtig ist. Die ersten Christen haben sich jeden Tag Zeit genommen, gemeinsam zu beten, einander zu ermuntern und zu helfen (Apostelgeschichte 2,37–47). Wir glauben, dass es für jeden Christen ganz natürlich ist, dass er all seine freie Zeit dafür verwendet, Gottes Reich zu bauen. Wir freuen uns darüber, dass wir normalerweise sowohl an Samstagen (Sabbaten) als auch an Sonntagen nicht arbeiten müssen und die Zeit am Wochenende ganz dafür verwenden können, uns mit Geschwistern im Glauben zu treffen und so gemeinsam Gott zu loben.

Die neutestamentliche Erfüllung des Sabbats liegt nicht darin, dass die Christen einen besonderen Tag gehalten haben, sondern dass sie Ihr Leben jeden Tag Gott weihten. Auch wenn Jesus die jüdischen Gesetze gehalten hat, hat er in seiner Hingabe im Dienst an den Menschen keinen Unterschied zwischen den Tagen gemacht. Zur Verwunderung vieler hat er auch am Sabbat geheilt. Er sagte auch:

Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats. (Matthäus 12,8)4

Gott will nicht, dass wir an gewissen Formen festhalten, sondern dass wir uns ganz für ihn hingeben, seinen Willen suchen. Was nützt es, wenn wir einen Tag halten, an dem wir nicht arbeiten, aber an den anderen Tagen nicht ganz ihm gehören? Er möchte unser ganzes Leben haben, nicht nur ein Siebtel.

Er aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22,37–40)

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Fußnoten
  1. Gottes Hauptgebot war immer: Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft! (Deuteronomium 6,5).
    Die Gläubigen, die Gott ihr ganzes Leben schenken wollen, dienen Gott jeden Tag mit ganzem Herzen, sie loben ihn und verherrlichen ihn. Bereits zur Zeit des Alten Testaments war das natürlich: Psalm 35,28;  35,28; 61,9; 71,8.15.24; 72,15; 145,2, 1. Chronik 16,37. Wer Gott vertraut, ruft ihn jeden Tag an: Psalm 86,3; 88,10. Deswegen ewarteten sie auch den Messias, damit „wir ohne Furcht ihm dienen sollen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage“ (Lukas 1,74–75). Wie könnte man einen Tag besser heiligen? 
  2. Der jüdische Philosoph und Theologe, Martin Buber, erklärt in seinem Buch „Der Glaube der Propheten“, Heidelberg 1984, S. 82, die in Exodus 31,17 verwendete Formulierung „Denn ein Tagsechst machte JHWH den Himmel und die Erde, aber am siebenten Tag feierte er und eratmete.“ (so Bubers Übersetzung) als einen „krassen Anthropomorphismus“, der „den Gott mit dem arbeitsmüden Sklaven zusammenspannt.“ 
  3. Zur Erklärung des Ursprungs des Sabbats sollen wir die Lebensweise der Nomaden in Betracht ziehen, die Buber wie folgt erklärt: […] das Gebot eines dem JHWH geheiligten […] je siebten Tages, an dem nicht, wie an den anderen, „alle Arbeit“ verrichtet wird; das bedeutet für den Wanderhirten, der sein Vieh nicht unversorgt lassen darf, dass er alle „Beschäftigungen, die er heute tun und morgen lassen kann“, aufschiebt, die Bebauungsarbeit in den Oasen unterbricht, nicht zu neuen Weideplätzen aufbricht usw. (Buber, „Der Glaube der Propheten“, Heidelberg 1984, Seite 81). 
  4. Dadurch wollte Jesus die schlechte Gesinnung seiner Kritiker aufdecken. In der Bergpredigt (Matthäus 5) sehen wir, welche Einstellung Jesus zum Gesetz hatte. In Vers 17 sagte er, dass er nicht „gekommen ist, aufzulösen, sondern zu erfüllen“. Danach bringt er einige Beispiele in denen er sagt: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: […] Ich aber sage euch […]“ An diesen Beispielen (Ehebruch, Mord, Meineid, Feindesliebe) zeigt Jesus, dass er den alttestamenlichen Gesetzen ein tieferes Verständnis gab. So hat auch Jesus das Sabbatgebot in seinem Leben durch die tägliche Hingabe erfüllt.